Was ist Copy Trading

Copy Trading ist eine Handelsstrategie, die von immer mehr Anlegern verfolgt wird. Dabei kopiert ein Follower die Handelsstrategie eines Traders. Auf vielen Plattformen ist das so gestaltet, dass jeder Handel prozentual an die Größe des eigenen Depots angepasst werden kann. Setzt also der Trader für einen Handel beispielsweise 5 Prozent seines gesamten Guthabens ein, so werden auch beim Follower automatisch 5 Prozent des Depots für diesen Trade eingesetzt. Nachmachen ist beim Copy Trading also erwünscht und wird von verschiedenen Plattformen unterstützt. Diese Idee kann sich für Trader und Follower als profitabel erweisen. Während der Follower praktisch kostenlos den konstanten Ratschlägen eines Experten folgen kann, erhält der Trader in der Regel eine Provision für seine Follower, die vom Betreiber der Plattform gezahlt wird.

Für wen eignet sich Copy Trading?

Auf den ersten Blick scheint Copy Trading ein sicheres Rezept für den Erfolg beim Handeln zu sein, bei dem auch Anfänger gleich gute Gewinne machen können. Doch birgt auch dieses System ein Risiko. Denn auch die beste Strategie ist nicht unfehlbar und selbst erfahrene Profi Trader müssen oft Rückschläge in Kauf nehmen. Wenn man als Follower traden möchte, sollte man daher am besten bereits einige Erfahrung im Handel mitbringen. Auf diese Weise ist es möglich, sich mit den Strategien des Traders auseinanderzusetzen und diese zu verstehen. So kann man nicht nur besonders risikoreiche Trades identifizieren, sondern gleichzeitig auch viel über Anlagestrategien lernen, die einem späterhin bei der Formulierung eigener Strategien helfen können. Langfristig kann man sich vom Follower zum Trader entwickeln.

Voll automatisiert oder mit eigener Entscheidungsgewalt

Copy Trading kann vollkommen automatisch ablaufen. Das heißt, jedes Mal, wenn der Trader eine Position öffnet oder schließt, wird die gleiche Aktion auch im Depot des Followers ausgeführt. Das setzt natürlich vollkommenes Vertrauen in den Trader voraus. Sollte dieser auf einer Pechsträhne liegen, so kann das eigene Depot recht schnell zusammenschrumpfen. Darum entscheiden sich einige Follower auch lieber für ein halb automatisches System, bei dem sie sich für jeden Trade ein Mitsprachrecht bewahren. In diesem Fall werden lediglich di Signale für einen Trade an den Follower weitergegeben. Ob er sich dann für den Trade entscheiden möchte, bleibt ihm selbst überlassen. Hält man also einen Trade für zu risikoreich, folgt man dem Signal einfach nicht. Außerdem kann der Betrag, der in eine bestimmte Position investiert werden soll, ebenfalls frei bestimmt werden. Entscheidet man sich jedoch lediglich für die Signalübermittlung, so muss man selbst mehr Zeit aufwenden, um aktiv zu traden. Beim reinen Copy Trading hingegen laufen alle Aktionen automatisch ab, so dass man selbst kaum Zeit in das Handeln investieren muss.

Gebühren für Copy Trading

Für das Copy Trading ist es nötig, zunächst einmal ein Account bei einem Anbieter zu eröffnen. Das sollte ebenso wie die Nutzung der Software und eines Demokontos kostenfrei sein. Gebühren entstehen jedoch für jede ausgeführte Order. Diese können im Spread inbegriffen sein oder direkt abgeführt werden. Auch für Auszahlungen von Gewinnen muss man mit Gebühren rechnen. Die Kosten sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Daher sollte man sich darüber zunächst einmal genau informieren, bevor man ein Account eröffnet.